
Internationaler Austausch
Mitbestimmen beim sozial-ökologischen Umbau in Europa!
Mit seinen internationalen Aktivitäten setzt sich PECO e.V. für die Rechte Beschäftigter und gerechte Migration ein. Die Projekte bündeln globales Fachwissen, um soziale und ökologische Transformationen über Landesgrenzen hinweg aktiv mitzubestimmen.
Jetzt anmelden: Bau- und Forstwende: Bau- und Holzarbeiter:innen aller Länder, vereinigt euch!
14. - 17.01.2027 - Seminarfahrt nach Wien - Anmeldung kostenfrei, Plätze begrenzt
Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst der Dekarbonisierung. Wer draußen arbeitet, auf dem Bau oder im Wald, spürt – bei steigender Hitze – am eigenen Körper, dass sich das Klima verändert. Wir wissen über die Klimakrise gut Bescheid, und haben Ideen, wie in der eigenen Branche Emissionen und Abfall eingespart werden können. Was fehlt, ist der Einfluss: Die wichtigsten Entscheidungen – und damit auch die Verantwortung – liegen bei Unternehmen, Management und Politik. Daher ist die Transformation bei Vielen auch mit Unsicherheiten verbunden. Wird sie im Sinne der Beschäftigten und der Allgemeinheit entschieden, oder im Sinne des Profits? Die Folgen tragen jedenfalls wir, bei den Arbeitsplätzen. Es ist deshalb höchste Zeit, eigene Ideen für die Transformation zu entwickeln und mitzubestimmen, wie eine Bau- und Forstwende aussehen könnte, die ebenso gut für die Natur wie für unsere Arbeit ist!
Das diskutieren wir auf unserer Seminarfahrt nach Wien, die das PECO-Institut im Wien für Mitglieder der IG BAU (Deutschland), der Gewerkschaft Bau-Holz (Österreich) und der Unia (Schweiz) organisiert. Mit Kolleg:innen aus drei deutschsprachigen Ländern möchten wir uns über die aktuellen Herausforderungen angesichts der Klimakrise und die ökologische Transformation des Bau- und Forstsektors austauschen. Dabei besuchen wir auch nachhaltige Bauprojekte in Wien und diskutieren aktuelle Trends in unseren Branchen.
Wien ist dafür der richtige Ort. Wiens kommunaler Wohnungsbau, das Erbe des „Roten Wien“, macht bis heute vor, was öffentliche Investitionen können, und ist ein Gegenmodell zur allgegenwärtigen Mietenkrise in den europäischen Großstädten. Er ist zugleich soziale Wohnungspolitik, Beschäftigungspolitik und Teil der ökologischen Bauwende – und er beruht historisch auf der Macht der organisierten Arbeiter:innenbewegung.
Zu den Inhalten des Seminars gehören wichtige strukturelle Maßnahmen: Industriepolitik, öffentliche Investitionen, bspw. in Sanierung statt Abriss, bezahlbaren Wohnraum, Holzbau und Kreislaufwirtschaft; Vergaberegeln und Transformationsfonds, bei denen Beschäftigte mitreden. Weil wir in unseren Sektoren über Grenzen hinweg arbeiten, ist das keine rein nationale Angelegenheit: Eine gewerkschaftliche Strategie für die Transformation muss europaweit koordiniert werden, und wenn wir sie über Ländergrenzen hinweg gemeinsam vertreten, haben unsere Forderungen mehr Gewicht.
Hier die wichtigsten Infos auf einen Blick:
- Teilnahme kostenfrei; Plätze sind begrenzt!
- Deine Übernachtung organisiert das PECO-Institut in einem Hotel mit Einzelzimmern
- Reisen sind selbst zu organisieren, Reisekostenzuschüsse sind jedoch möglich
- Anreisetag 14.01.2027 und Abreisetag 17.01.2027
- Programmtage 15. und 16. Januar (ca. 9:30 - 16:30 plus eine Abendveranstaltung)
Anmeldung zur Wien-Fahrt 14.-17.01.2027
Unser Ziel: Wir vernetzen Kolleg:innen aus ganz Europa!
Wir bauen ein Netz aus Arbeiter:innen im Bau- und Forstsektor aus ganz Europa auf, um den ökologischen und sozialen Umbau im Interesse der Arbeiter:innen einzuleiten. Dafür planen wir ab 2027 eine Reihe an internationalen Begegnungen mit Workshops, Exkursionen und gemeinsamen Abenden mit Kolleg*innen vom ganzen Kontinent. Diese Workshops sollen sowohl in Deutschland, als auch in anderen europäischen Ländern stattfinden! Anschließend bauen die Teilnehmenden gemeinsam ein europäisches Netzwerk für gerechte Transformation auf, das mit den Gewerkschaften im Bündnis auf Politik und Gesellschaft einwirken. Mehr als nur Zuhören - wir wollen, dass Arbeiter:innen aktiv in europäische Politik eingreifen und ihre Stimme nicht ignoriert werden kann.
Unser Austauschprogramm ab 2027
Wir schreiben momentan einen Fördermittelantrag für das Erasmus Plus - Programm der Europäischen Union. Was viele nicht wissen: Auch "Erwachsenenbildung" außerhalb von Schule und Universität werden damit gefördert. Damit können wir Kolleg:innen aus Deutschland in andere Länder bringen, und Kolleg:innen aus ganz Europa zu uns einladen. Wird unser Förderantrag angenommen, stellt die EU Gelder zu verfügung, sodass eine Teilnahme sehr günstig angeboten werden kann. Los geht es mit einer Seminarfahrt nach Wien im Januar 2027. Sofern wir weiter gefördert werden, sollen ab Hebrst 2027 weitere Austauschprogramme folgen.
Bildungsurlaub soll ab 2028 ermöglicht werden
Für unser Austauschprogramm arbeiten wir mit der Bildungsstätte der IG BAU in Steinbach bei Frankfurt zusammen und prüfen, ob wir Seminare und Exkursionen auch als Bildungsurlaub anbieten können. In allen Bundesländern außer Bayern gibt es einen Anspruch, ein Mal im Jahr Bildungsurlaub zu nehmen. Die Inhalte der Bildung, für die ihr Urlaub nehmt, müssen nicht mit eurer Arbeit zusammenhängen.
Unser Newsletter - 3-5x im Jahr ein Update - kein Spam
Abonniere unseren Newsletter, wenn ihr an weiteren Exkursionen, Ausflügen, Seminarfahrten und Workshops interessiert seid! Internationaler Austausch funtkioniert schließlich nur, wenn ausreichend Kolleg:innen mitmachen.
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