Die Westbalkanregelung im Bausektor

Die Folgen eines niedrigschwelligen Anwerbeinstrumentes auf Arbeitnehmendenrechte.

Welche Arbeitsbedingungen erfahren Baubeschäftigte Im Rahmen der Westbalkanregelung?

Die Westbalkanregelung (WBR) öffnet insbesondere Niedriglohnsegmente des deutschen Arbeitsmarktes für Beschäftigte aus den sechs nicht-EU-Staaten des westlichen Balkans. Der Bausektor bildet den Schwerpunkt dieses niedrigschwelligen Anwerbeinstrumentes, welches sich durch ein an das Beschäftigungsverhältnis gekoppeltes Aufenthaltsrecht auszeichnet. Hieraus ergibt sich eine dreifache Abhängigkeit für diese Beschäftigtengruppe in Bezug auf Lohn, Wohnung und Aufenthalt. Wie uns Arbeitsrechtsberaterinnen in Vorgesprächen mitteilten, nutzen Arbeitgeberinnen im Bausektor diese Konstellation als Hebel zur Arbeitsausbeutung aus.
Ausgehend von dieser Praxiseinsicht zielt das beantragte Projekt auf eine Untersuchung der negativen Folgen der WBR auf Arbeitsrechte Arbeitnehmender entlang folgender Fragen: Welche Praktiken der Arbeitsausbeutung finden sich? Wie wirkt sich die WBR auf Mindeststandards aus? Wie kann gewerkschaftliche Arbeit auf diese Herausforderungen reagieren?
Zur Beantwortung dieser Fragen setzt das Vorhaben auf strukturierte Literatursichtung, Expertinneninterviews sowie ein eintägiges Fokusgruppeninterview mit Beraterinnen. Die Ergebnisse münden in einer Publikation, die bei einem Abschlussworkshop diskutiert wird.

Das Projekt wird durch die Hans-Böckler-Stiftung gefördert

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Team

Michael Baumgarten (er/ihn) michael.baumgarten@peco-ev.de Schwerpunkte:
  • Geschäftsführung
  • Bereichskoordination Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration
Christian Sperneac-Wolfer christian.sperneac-wolfer@peco-ev.de Schwerpunkte:
  • Arbeitsmigration
  • Sozialforschung